Denktage

17. Januar 2016 von Rolf Thiele

Denktage-2016. Zwischen Machen und Denken eine Verbindung finden, das ist die Arbeitsweise von KünstlerInnen. In der AcadémieGalan werden deshalb neben der fortlaufenden künstlerisch praktischen Arbeit, und um diese geht es, beinahe täglich von Prof. Rolf Thiele, meist morgens nach dem Frühstück, ca 30 Minuten, einige Überlegungen zur Kunst in Vortrag und Diskussion angeboten. Diese ‚Denktage‘ finden über das Jahr 2016 an folgenden Terminen ihre thematischen Schwerpunkte, die sich selbstverständlich gegenseitig durchdringen, ergänzen, ablösen und wiederholen, während der Produktions- und Reflexionsarbeit im gesamten Jahr:

Kunst ereignet sich

26. Januar 2012 von Rolf Thiele

Kunst ereignet sich, ist ein Ereignis. Unser Kunstprojekt, utopisch und nostalgisch zugleich, ereignet sich für jeden einzelnen im Rahmen seiner Teilnahme. Ob nun Künstler oder Helfer, oder beides.

Ein Ort, ein Ding, ein Ereignis

23. Januar 2012 von Rolf Thiele

Jedes Jahr stellt sich die Frage, wieviel ist eigentlich als Information für Interessierte geeignet? Im Moment bereiten wir uns auf das Frühjahr und den Sommer vor und sind schon sehr gespannt, wer in diesem Jahr wohl mit uns arbeiten wird. Um den Betrieb gut in Gang zu halten, müssen wir uns auch um Förderer und Sponsoren kümmern. Jede KünstlerIn, jeder Gast und auch jede HelferIn betrachten wir als Förderer der Idee, des Projekts. Und die brauchen wir.

Identität zwischen Kunst und Leben

8. Februar 2011 von Rolf Thiele

Wie mir von etlichen Seiten dargelegt wurde, ist das Leben eines Blogs, seine regelmäßige Fütterung mit aktuellen Beiträgen, notwendig. Auch ich kann erkennen, daß Texte, Diskussionen, Gespräche und die Schaffung einer begrenzten Öffentlichkeit in unserem Kunstprojekt unverzichtbar sind, um diese Kunstpraxis zu begründen und zu explizieren. Ein Projekt sollte nicht leben wie ein Toter.

Stirbt unser Dorf? – Das Unkraut wuchert.

5. August 2008 von Rolf Thiele

„Das laotische Dorf“, unser Kunstprojekt seit etlichen Jahren, wird im Moment von Oliver, David, Sarah, Bettina und Johanna von den Spuren der Wachskraft der Natur an den einzelnen Objekten befreit. Das Unkraut wuchert! Jan mauert am Treppenaufgang des neuen Aufenthaltraumes. Ich ebne, wie schon so oft, einen neuen Weg unterhalb dieses neuen Raumes und schaffe dadurch Beete, also weitere Arbeit. Harro sitzt am Computer und versucht sich an der Verwaltung dieser Aktivitäten.

Die Gleichgültigkeit (in) der Kunst

3. Oktober 2006 von Rolf Thiele

Wenn wir auf unseren Ort der Projekte blicken, der AcadémieGalan, sehen wir Dinge, deren Aussehen uns zu der Frage führen: Ist das Kunst was ich da sehe? Nichts sieht so aus wie Kunst. Steckt da etwas dahinter, etwas, was ich bisher nicht wusste? Alle Sicherheit wird ein wenig aus den Verankerungen gelöst, Unsicherheit entsteht. So oder ähnlich wird Platz für den Zweifel geschaffen. Wenn das dingliche Objekt durch solchermaßen entstandene Fragwürdigkeit von sich abstößt und diesen Zwischenraum öffnet, dann geht es hier um die Strategie der Verknüpfung. Diese ist in der Form eine Frage der Montage und die Form ist hier der Zweifel. Aus Nichtkunst wird dadurch, dass wir diese als Auslöser des Zweifels erkennen konnten, Kunst. Jene blitzartige Epiphanie, jene plötzliche Verklärung des Blickes läßt den Verwandlungszauber der Kunst, ohne dass sie dinglich anwesend ist, in unsere private Empfindungswelt , in die Empfindungswelt des Betrachters, eindringen.