AcadémieGalan Blog


Fundstück 9-67-04-01

12. August 2009 von Christiane Fichtner

…ein weiteres Projekt in Frankreich

www.mourrefrais.com

Stirbt unser Dorf? - Das Unkraut wuchert.

5. August 2008 von Rolf Thiele
Tagebuch 05.08.08/1
“Das laotische Dorf”, unser Kunstprojekt seit etlichen Jahren, wird im Moment von Oliver, David, Sarah, Bettina und Johanna von den Spuren der Wachskraft der Natur an den einzelnen Objekten befreit. Das Unkraut wuchert! Jan mauert am Treppenaufgang des neuen Aufenthaltraumes. Ich ebne, wie schon so oft, einen neuen Weg unterhalb dieses neuen Raumes und schaffe dadurch Beete, also weitere Arbeit. Harro sitzt am Computer und versucht sich an der Verwaltung dieser Aktivitäten.
Die Dokumentation, der Bericht der Arbeit der letzten 10 Jahre an der AcadémieGalan ist beinahe vollständig, von Oliver in mühsamer Kleinarbeit bis hierhin gebracht. Ihm gebührt schon jetzt unser Dank.
Aus den mitgelieferten Texten der Teilnehmer kann ich herauslesen, dass viele ein Problem mit ihrem Arbeitseinsatz im Projekt vor allem deswegen haben, weil sie die Ergebnisse weder mitnehmen noch auf dem “Markt” produktiv einsetzen - sprich verkaufen - können. Selbstverständlich frage ich mich dazu, ob die besonderen inhaltlichen Bedingungen, die die AcadémieGalan seit Anbeginn hat, vergessen wurden.  Es geht uns um eine künstlerisch-ästhetische Erfahrung, deren Pole nicht das gelungene Werk von einzelnen konturieren, sondern um eine nahe am Leben sich aufhaltende Ereignishaftigkeit, die das Gemachte nicht einfach als Ding mit besonderen Eigenschaften zum Ergebnis hat. Vielmehr wird auf der Symbolebene eine Struktur geschaffen, die die Arbeiten nicht zuletzt durch die Konfrontation mit der lebendigen Natur in eine Bedingung stellt, die die Übernahme einer Verantwortlichkeit notwendig macht und so etwas wie eine Lebensplanung mit begleitender Fürsorge erzeugt. Arbeiten, die auf solche Weise die Grenzen der Kunst tangieren und diese dadurch immer zum zentralen Auseinandersetzungsproblem machen, eben ein Kunst-Leben Projekt.
Selten kümmert sich allerdings Künstlerin oder Künstler auf solche Weise um das Begonnene, aus welchem Grund auch immer. Eine Überforderung wird spürbar!
Zur Zeit kommen viele Helfer an die AcadémieGalan und wir lassen sie an der Pflege der Objekte und deren Umgebung arbeiten. Das klappt gut, lässt aber die Künstlerinnen und Künstler sich in der Annahme wiegen, sie bräuchten sich nicht um ihre Arbeit zu kümmern. Und damit entgeht ihnen die genannte Erfahrung.

Arbeitsnotiz 8-54-01-45

9. Februar 2008 von Christiane Fichtner

Galan wirft für fast alle Beteiligten in der Wiederholung der Arbeitsphasen große Probleme auf. Ist Galan in der Anlage seiner Denkstruktur ein Problem?
Nicht-Kunst als Kunst ohne den Kontext Betriebssystem Kunst wirft Probleme auf; für viele Mitarbeitende ist die Wirkungsstätte außerhalb Galans nicht zu verorten.

Jeder Mitarbeitende wird sich der eigenen Arbeitsprobleme bewusst, sobald er den Arbeitsort Galan verlässt und an einen anderen Arbeitsort zurückkehrt.
Arbeiten an zwei Orten thematisiert einen Konflikt.

Gestern hatte ich ein Gespräch mit Rolf. Wie so oft entstehen die Gedanken während dem Sprechen. Die ästhetischen Probleme werden deutlicher und scheinen sich im Gespräch zu klären.

Was ist eigentlich für mich das konkrete Problem, wenn ich an eine Dokumentation über den Arbeitsort Académie Galan nachdenke? Wo fangen die Probleme an? Wo habe ich die Probleme künstlich aufgeblasen?

Erneut sprach Rolf von einem Symposion – der erste Gedanke dazu wurde 2003 mit Heike Walter entwickelt. Weiterhin gärt diese Idee einer Veranstaltung. Ein Symposion. Alle Mitarbeiter treffen sich vor Ort, in der AcadémieGalan (kurz AG) und gehen in Klausur.

Ich stelle mir auch Vortragende vor. Vorträge, die das Thema Projekt, performative Interaktion, Konzept, Bespielung, Rezeption und Kontext thematisieren.

Des Weiteren wirft sich erneut das Problem auf, was der Blog hier darstellt: Wie benutze ich den Blog? Wie wird er von anderen genutzt oder eben nicht? Was ist ein Blog, habe ich vor längerer Zeit gefragt?

Gewünscht habe ich mir den Blog als interaktiven Marktplatz. Ich sah die Chance, die Probleme der künstlerischen Arbeit, die in der AG entstehen, hier zu thematisieren.

Habe ich mich, mit der Form meiner Recherche zu mobilen Gebäuden und den Fundstücken der Texte selbst in die Irre geführt?

Ich frage mich auch, welche künstlerischen Positionen wir in der AG haben? Welche Probleme haben wir uns erschaffen, durch die temporären Arbeitsphasen? In welchem Kontext steht die eigene Arbeit in der AG? Wie definiere ich meine Arbeitshaltung innerhalb der AG?

Und warum: Anna, Michael, Derk, Ole, Tomi – um ein paar konkrete Personen anzusprechen – nutzen wir den Blog nicht, um unsere Problemlage zu veröffentlichen, bzw. zu besprechen?

Ist der Blog das falsche Medium?

Wie erschaffen wir uns ein Denkfeuer zu diesem Projekt?

Haben wir die jeweilige Arbeit in Galan in die künstlerische Arbeitshaltung unseres anderen Arbeitsortes integriert?

Sind wir vielleicht betriebsblind und begreifen den Boden der verschiedenen Arbeitsansätze nicht?

Hat ein körperlicher Einsatz beim „Graben“ uns eine Erfahrung eingeschrieben, die wir unmerklich in jeder anderen Arbeitsphase integrieren?

Warum empfinden wir „Mangel“ in Bezug auf Galan? Woran mangelt es uns? Was hätten wir den gerne? Können wir diese Erscheinungen formulieren?

Wie wird dieses Projekt gesehen, vom Standpunkt aus eines Unbeteiligten? Immer noch ausgehend, dass auch der Unbeteiligte aus dem Diskurssystem Kunst kommt.

Ich erinnere mich gerne – an die Geschichten und die eigenen Erfahrungen – der Aktionen in Galan, die sich anschließend in Luft aufgelöst haben. Diese undinglichen Aktionen haben den Ort für mich auratisch aufgeladen. Ich sah die Aktionen, während meiner Aufenthalte als erinnerte Anwesenheit.

Zwar wünsche ich mir noch viel mehr Hütten in Galan – und erst recht welche, die zum Bewohnen funktionieren, aber die Aktionen sind ein Grundbaustein dieses Ortes.

In einer Dokumentation über die Projekte und Arbeitsphasen in Galan, möchte ich diese Aktionen alle sehen.

Ich selbst habe nur eine Teilerinnerung der Aktionen, welche im Gesamtzeitraum stattgefunden haben. Meine Erinnerung weiß von Arnes Telefonaktion, Henriks Bräunungsaktion, Michaels Blicken / Beobachtungen, Henriks Transparente auf der Wiese, Oles Rohrbilder, vom anderen Ole der Staudamm und die verschickten Steine oder die ausgestochene Erde, Danielas Briefe zu Wasser, Sabine Seemanns Kreidestrich durch das Dorf Galan und die hinzugefügte Jogging Runde, Irinas Performance Aktion…

Das wird ein kleiner Teil sein; wichtig für meine Erinnerungsstruktur, andere haben die nächsten Erinnerungsstücke.

Fundstück 7-53-04-040

31. Dezember 2007 von Christiane Fichtner

Siri Hustvedt
Being a Man

Im wachen Zustand bin ich eine Frau, aber in meinen Träumen bin ich manchmal ein Mann. Meine Männlichkeit ist selten eine Frage der Anatomie. Ich entdecke nicht etwa, dass mir ein Penis gewachsen und ein Bart gesprossen ist, sondern ich merke es erst, dass ich ein Mann bin, wenn ich von der vagen Erinnerung beunruhigt werde, früher eine Frau gewesen zu sein. Mein Geschlecht wird im Traum erst wichtig, wenn es in Zweifel gezogen wird. Zweifel, nicht Gewissheit, ruft zuerst die Frage nach meiner sexuellen Identität hervor und dann das Bedürfnis, das eine oder das andere zu sein, Mann oder Frau. Obwohl es heutzutage chic ist, Träume als bedeutungsloses neurologisches Geplapper abzutun, habe ich, um mich dem anzuschließen, im Schlaf zu viel entdeckt. Es ist offensichtlich, dass meine Träume von Männlichkeit, die zu einem Moment der Verwirrung führen, Aufschluss über geheime Winkel meiner eigenen verkorksten Psyche geben, aber ich glaube, sie können auch als Schlüssel für das Verständnis des größeren kulturellen Terrains dienen, wo die Grenze zwischen Weiblichkeit und Männlichkeit verhandelt wird.
Die meisten von uns akzeptieren die biologischen Gegebenheiten ihres Geschlechts und leben recht und schlecht damit, aber es gibt Zeiten, da wird der Körper wie eine Einschränkung erlebt. Für eine Frau vielleicht dann, wenn sie einen herablassenden Ton in der Stimme eines Mannes hört und sich der Tatsache stellen muss, dass nicht das, was sie sagte, diesen Ton erzeugt hat, sondern ihr Geschlecht. Solch ein Moment ist natürlich nicht leicht zu erkennen, weil jedes soziale Zusammentreffen aufgeladen ist mit Ungesagtem und Ungesehenem. Zwischen zwei Menschen entsteht zwangsläufig ein dritter Bereich, in dem das Geschlecht nur eine einzige Kraft in einer Myriade wirksamer Kräfte ist, und doch kann sexuelle Voreingenommenheit – genauso wie Neid, Groll, Dünkel oder Rassismus – in einem Raum wie ein Geruch aufgespürt werden, und wenn der Geruch zu stark wird, weckt er eine Fluchtphantasie: Was hätte er wohl gesagt, wenn er mich als Mann gesehen hätte? Ich bin mir sicher, dass es in meinen Männlichkeitsträumen zumindest teilweise um eine Flucht aus den kulturellen Erwartungen geht, die auf der Weiblichkeit lasten, aber ich glaube, sie sind auch etwas Komplexeres, ich glaube, die Träume erkennen eine Wahrheit, dass in mir ebenso ein Mann wie eine Frau ist und dass diese Dualität tatsächlich Teil des Menschseins ist, aber kein Teil, der leicht zu vereinbaren wäre.
In meinen Träumen werde ich von meinem wirklichen Körper nicht eingeschränkt. Ich kann fliegen und habe telekinetische Kräfte. Mir ist ein Fell gewachsen, ich habe klaffende Wunden davongetragen, meine Zähne verloren und genug Blut vergossen, um darin zu ertrinken. Auch beim Schreiben erzählender Prosa lasse ich meinen wirklichen Körper zurück und werde jemand anderes, eine andere Frau oder ein Mann, wenn ich möchte. Für mich war künstlerisches Schaffen immer so etwas wie bewusstes Träumen. Der Stoff für eine Geschichte stammt nicht aus dem, was ich weiß, sondern aus dem, was ich nicht weiß, aus Impulsen und Bildern, die oft ohne mein Zutun aufkommen, ein ganz und gar seltsamer Prozess, der ins Spiel kommt, wenn ich in meinem Werk eine andere Person werde. Dabei besteht der Akt des Schreibens nur in einem: Wörter zu Papier bringen, die von jemand anderem gelesen werden sollen. Am Ende sind die Wörter alles, und streng genommen sind sie geschlechtslos. Im Englischen haben die Nomen, anders als in vielen anderen Sprachen, kein Genus, doch es ist interessant, die Frage aufzuwerfen, ob ein Text männlich oder weiblich sein kann und was ihn zu dem einen oder dem anderen machen würde.
Eltern und alle, die sich längst mit kleinen Kindern befasst haben, wissen, dass es eine Weile dauert, bis eine sexuelle Identität sich verfestigt, und dass Kleinkinder selten wissen, ob sie ein Junge oder ein Mädchen sind. Als meine Tochter drei Jahre alt war, fragte sie meinen Mann, ob sie einen Penis bekommen würde, wenn sie älter wäre. Sie stellte diese Frage in einem Abschnitt ihres Lebens, den ich die Tutu-Stöckelschuh-Phase nenne, eine Ära von Glitter und Gold, Strasskrönchen und Schuhen mit hohen Absätzen aus Plastik. Während die kleinen Jungs ihre Brust aufbliesen und Superheld spielten, trippelte meine Tochter wie eine verrückte, ziemlich verschmierte Ausgabe von Titania durchs Haus. Im selben Alter setzte die Tochter einer meiner Freundinnen eine platinblonde Marilyn-Monroe-Perücke auf und weigerte sich, sie abzunehmen. Sie aß, spielte, ging in den Park, auf die Toilette und ins Bett und hatte immer diese zunehmend versiffte weiße Perücke auf, mit der sie ihrer Mutter zufolge mehr wie Rumpelstilzchen aussah als wie eine blonde Sexbombe. Wie komisch sie für Erwachsene auch aussehen mögen, Kinder spielen mit aller Kraft, um herauszufinden, was sie sind – Junge oder Mädchen –, und sie durchleben den Unterschied über ein oft heftiges imaginäres Geschlechtsrollendrama. Trotz des Optimismus einiger Forscher ist eine Antwort auf die Frage, wo die Biologie endet und die Kultur beginnt, wahrscheinlich jenseits der Wissenschaft. Sogar Säuglinge, deren unbegrenzte Existenz die Frage nach sexueller Identität von innen her absurd erscheinen lässt, sind in eine Welt hineingeboren, in der die Junge-oder-Mädchen-Frage von außen ausschlaggebend ist, lautet doch die erste Frage nach der Geburt: «Ist es ein Junge oder ein Mädchen?» Mit anderen Worten: Wir wissen es, bevor sie es wissen. Und was wir wissen, ist Teil eines weiten symbolischen Feldes, in dem die Linien zwischen dem einen und dem anderen durch den linguistischen Akt der Namensgebung gezogen werden. Sobald Kinder sich ihrer selbst als Jungen oder Mädchen sicher sind, tritt androgynere Kleidung an die Stelle der Zorro-Capes, Superman-Trikots, Krönchen und Prinzessinnenkostüme. Die äußerlichen Abzeichen von Weiblichkeit und Männlichkeit können in dem Moment abgelegt werden, wenn das Wissen um die sexuelle Identität verinnerlicht wurde, und ein Teil dieser inneren Gewissheit äußert sich in Sprache. Ein sechsjähriges Kind kann normalerweise zuversichtlich behaupten, dass er oder sie ein Junge oder ein Mädchen ist, zu einem Mann oder einer Frau heranwachsen wird und, außer er oder sie lässt sich operieren, unterwegs nicht das Geschlecht wechseln wird. Zugleich sind die tiefgreifenderen Bedeutungen von Weiblichkeit und Männlichkeit entschieden zweideutiger. Männlich und weiblich sind Wörter, die so dichte, so alte, so öffentliche, aber auch so private Assoziationen enthalten, dass es extrem schwierig ist, zwischen beiden eine klare Linie zu ziehen. Allerdings sind die Kategorien männlich und weiblich in der Sprache überaus lebendig und befrachtet mit unseren eigenen kulturellen und persönlichen Geschichten, die sich entwickeln und verändern, sodass es haarsträubend naiv ist anzunehmen, zum Beispiel Ombudsmann durch Ombudsfrau zu ersetzen werde die Sprache von ihren Geschlechterkonnotationen reinigen.
In meiner Familie waren wir vier Töchter. Meine Eltern hatten vor jeder Geburt den Namen Lars im Kopf, aber es stellte sich heraus, dass sie noch eine Generation auf ihn warten mussten. Der erste Sohn meiner Schwester bekam zu Ehren unseres Großvaters und des nie geborenen Hustvedt-Jungen den Namen Lars. Ich habe oft gedacht, es war einfacher, dass wir alle Mädchen waren. Wäre ein Junge dabei gewesen, wären wir womöglich mit ihm verglichen oder ihm entgegengesetzt worden, und die Unterschiede hätten uns alle eingeschränkt. Wir wurden paarweise geboren. Ich war die Erste. Neunzehn Monate später wurde meine Schwester Liv geboren. Dann folgte ein Abstand von fünf Jahren, bevor Asti kam und nur fünfzehn Monate später Ingrid. Wir vier waren als Kinder sehr eng verbunden und loyal zueinander und sind auch als Erwachsene treue Freundinnen, was für uns mehr oder weniger selbstverständlich war. Andererseits fand mein Mann unsere Harmonie immer bemerkenswert, aber auch irgendwie rätselhaft. Warum gibt es zwischen uns so wenige Konflikte? Als Liv und ich klein waren, spielten wir gerne Katastrophen: Schiffbrüchige, Tornados, Überschwemmungen und Krieg. Liv war immer John und ich immer Mary, was gewöhnlich bedeutete, dass John Mary retten musste. Ich wurde gern gerettet, und wie im Spiel war meine Schwester auch im Leben die Tapfere, nicht ich, und verteidigte mich mehrmals gegen Angriffe anderer Kinder, obwohl ich die Ältere war. Die beiden jüngeren Schwestern waren ein ähnliches Paar. Asti zog im Allgemeinen beim Spielen die Mädchenrolle vor, Ingrid war lieber der Junge. Liv und Ingrid lernten reiten und wurden beide Champions im Amateurrodeo. Liv wurde später Geschäftsfrau, Ingrid Architektin, Asti und ich promovierten, sie in Romanistik, ich in Anglistik.
Dieser kurze Abriss trägt dazu bei, wenn auch bei weitem nicht ausreichend, zu erklären, warum mein Mann nach zehnjähriger Ehe sich eines Morgens im Bett aufsetzte und sagte: «Jetzt ist mir alles klar. Du bist die Frau. Liv ist der Mann. Asti ist das Mädchen, und Ingrid ist der Junge.» Wir sind inzwischen alle erwachsne, verheiratet und haben Kinder, aber meine Schwestern und ich haben in dieser Feststellung etwas Wahres über unsere Familie erkannt, die vorher nie jemand ausgesprochen hatte. Obwohl wir alle Mädchen waren, stellten wir ein Muster abwechselnd weiblicher und männlicher Eigenschaften unter uns Schwestern her. Bemerkenswert daran war, dass die jeweils Jüngere in jedem Paar jeweils den etwas maskulineren Part übernahm, was dazu beitrug, das Altersdefizit auszugleichen. Die Wirkung war einfach. Die zwischen fast gleichaltrigen gleichgeschlechtlichen Geschwistern typische Rivalität wurde in jedem Paar weitgehend verringert. Man kann unmöglich miteinander wetteifern, wenn man nicht dasselbe Spiel spielt.
Einige Jahre nach dieser prägnanten Einschätzung von mir und meinen Schwestern las ich ein Buch mit gesammelten Aufsätzen von D.W.Winnicott, dem englischen Kinderarzt und Psychoanalytiker, und stieß darin auf einen Vortrag «Über die abgespaltenen männlichen und weiblichen Elemente», den er 1966 vor der British Psycho-Analytical Society hielt. Einleitend heißt es: «Als Grundlage für die Idee, die ich hier vorstellen möchte, behaupte ich, dass Kreativität einer der gemeinsamen Nenner von Männern und Frauen ist. In einer anderen Sprache indes ist Kreativität das Vorrecht der Frauen, und in wieder einer anderen Sprache ist es ein männliches Merkmal. Die letzte der drei Varianten soll uns hier beschäftigen.» Winicott berichtet nun, wie er eines Tages, während eines Gesprächs mit einem männlichen Patienten, das Gefühl hatte, ein Mädchen zu hören, und an dieses Mädchen gewandt sagte er: «Ich höre einem Mädchen zu. Ich weiß ganz genau, dass Sie ein Mann sind, aber ich höre einem Mädchen zu…» Der Patient erwiderte: «Wenn ich jemandem von diesem Mädchen erzählen würde, würde man mich für verrückt erklären.» Winicott tat den nächsten Schritt: «Nicht Sie haben das irgendwem gesagt, sondern ich sehe und höre das Mädchen reden, während eigentlich ein Mann auf meiner Couch liegt. Der Verrückte bin ich selbst.» Der Patient antwortete: «Ich selbst könnte nie sagen: ‹Ich bin ein Mädchen› (denn ich weiß ja, dass ich ein Mann bin). Ich bin nicht so verrückt. Aber Sie haben es gesagt, und Sie haben zu meinen beiden Teilen gesprochen.»
Winnicotts Deutung dieses ungewöhnlichen Dialogs (bei dem es, wie er betont, nicht um Homosexualität geht) gründet in der Auffassung, dass die verstorbene Mutter des Mannes, die schon einen Sohn hatte, als sie ihr zweites Kind bekam, sich ein Mädchen gewünscht hatte und dem zweiten Baby hartnäckig ein falsches Geschlecht zuschrieb. Die Verkehrung war durch die «Verrücktheit» der Mutter, nicht die des Sohnes, herbeigeführt worden. Der Wunsch der Mutter war eine Lüge, die dann in dem Sohn ein quälendes Gespenst hervorbrachte: die gewünschte Tochter. Meine Schwestern und ich litten nicht wie Winnicotts Patient unter der Rolle, die wir in unserer Familie spielten; das lag wahrscheinlich daran, dass meine Mutter keine Illusionen hatte. Sie liebte ihre Babys als Mädchen. Ich nehme an, das, was mit uns geschah, kam später und hing mit unserem Vater zusammen. Wir vier lachen noch immer darüber, dass unser Vater, wenn er in der Garage Hilfe benötigte, Liv oder Ingrid rief.
Ich habe sechs Jahre an einem Buch gearbeitet, dessen Erzähler ein siebzigjähriger Mann namens Leo Hertzberg ist. Als ich anfing, den Roman zu schreiben, machte es mir etwas Angst, einem Mann Gestalt zu geben und mit einer männlichen Stimme zu sprechen. Nach kurzer Zeit fiel diese Nervosität von mir ab, und mir wurde klar, dass ich etwas anderes machte, dass dieser Sprechende aus sich selbst heraus lebte, anders als ich, und trotzdem war ich er. Ich schöpfte aus einem männlichen Anteil meiner selbst. Ich hatte schon vorher in meinem Werk mit sexueller Zweideutigkeit gespielt. Die Heldin meines ersten Romans, Die unsichtbare Frau – in der ersten Person Singular erzählt –, schneidet sich das Haar kurz, nimmt den Namen eines Jungen aus der Geschichte an, die sie übersetzt hat, und wandert in einem Herrenanzug durch die Straßen von New York. Als ich den Text schrieb, wusste ich, dass Iris diesen Anzug anziehen musste, aber ich wusste überhaupt nicht, wieso, außer dass ihr cross-dressing mit ihrer Übersetzung der deutschen Novelle Der brutale Junge zusammenhing – eine Bewegung von einer Sprache in eine andere, und dass sie, indem sie so tat, als wäre sie ein Mann, Verletzbarkeit und Macht gewinnt, die sie unbedingt braucht. Bisher ist mir nie aufgefallen, dass das Einnehmen einer männlichen Position als Überlebenstechnik in meiner eigenen Familie wurzelt, dass Iris im Anzug die Dualität und Unsicherheit meiner Träume auslebt und dass sie, indem sie sich als männliche Figur neu erfindet, imstande ist, sich ihre eigene Rettung auszudenken. Als «Klaus» spricht sie auch anders, flucht und legt sich etwas überheblich Angeberisches zu, das sie mit Männern assoziiert. Vor einiger Zeit lernte ich eine Psychoanalytikerin kennen, die mir erzählte, sie gebe manchen ihrer weiblichen Patientinnen Die unsichtbare Frau zu lesen. «Geht es ihnen danach nicht schlechter?», fragte ich, halb ernst, halb zum Spaß. «Nein», sagte sie. «Es hilft ihnen einzusehen, dass es wichtig ist, sich abzugrenzen.» Iris’ cross-dressing ist defensiv, eine Flucht aus der Offenheit, Fragilität und Grenzenlosigkeit, die sie mit ihrer Weiblichkeit verbindet.
Leo zu sein war kein Akt der Übersetzung. Nach einer Weile hörte ich ihn. Ich hörte einen Mann. Es ist wohl unerklärlich, woher er kam, aber ich bin davon überzeugt, dass ich ihn aus der Erfahrung bezog, den Männern zuzuhören, die ich geliebt habe und liebe, besonders meinen Vater und meinen Mann, aber auch anderen, die entscheidend für meine intellektuelle Entwicklung waren – jene körperlosen männlichen Stimmen in den zahllosen Büchern, die ich im Lauf der Jahre gelesen habe. Ihre Worte sind in mir, aber genauso die Worte von Schriftstellerinnen: Jane Austen, Emily und Charlotte Brontë, George Elliot, Emily Dickinson, Gertrude Stein, Djuna Barnes haben meine Phantasie ebenso verändert, und ich meine damit nicht sexuelle Unterschiede im körperlichen Sinn, sondern wiederhole Winnicott: «Ich dachte nicht mehr an Jungen oder Mädchen oder Männer und Frauen», schreibt er, «sondern ich dachte in Begriffen wie männliche und weibliche Elemente in beiden.» Nach langjähriger Erfahrung lernte Winnicott, seinen Patienten in einer die Anatomie überschreitenden Art und Weise zuzuhören. Lesen heißt, den Schreiben nicht sehen. Marian Evans wurde George Eliot, um ihr Geschlecht zu verstecken, und es funktionierte eine Weile. Flauberts Erklärung «Madame Bovary, c’est moi» ist so ernst gemeint wie alles, was er je gesagt hat.
Als Leserin von Büchern bin ich davon überzeugt, dass Wörter eine nahezu magische Kraft haben, nicht nur weitere Wörter zu erzeugen, sondern flüchtige Bilder, Gefühle und Erinnerungen. Manche Romane und Gedichte hatten die Kraft, rohe, unbekannte Teile von mir aufzudecken, spiegelten etwas, wovon ich vorher nichts gewusst hatte. In jedem Buch fehlt der Körper des Schreibers, und diese Abwesenheit macht die Buchseite zu einem Ort, an dem wir wirklich frei sind, dem Mann oder der Frau zuzuhören, die Spricht. Wenn ich ein Buch schreibe, höre ich auch zu. Ich höre die Figuren sprechen, als wären sie außerhalb von mir, statt in mir. In einem Buch hörte ich eine junge Frau, die spielte, ein Mann zu sein; in einem anderen hörte ich einen Mann. In meinen Träumen werde ich zwischen den Geschlechtern hin- und hergerissen und frage mich, welches meins ist. Dass ich es nicht weiß, lässt mir keine Ruhe, aber wenn ich schreibe, wird eben diese Ambivalenz meine Befreiung, und ich bin frei, mich in Männer und Frauen hineinzuversetzen und ihre Geschichten zu erzählen.

2003

Fundstück 7-49-04-039

16. Juni 2007 von Christiane Fichtner

The Bottom Line
By Jed McKenna

Cogito ergo sum:

I think, therefore I am.

That is all ye know on earth;

And all ye need to know.

Whadda ya know?

Seriously. With absolute certainty, what do you know?
Put aside all opinions, beliefs and theories for a moment and address this one straight question: What do you know for sure? Or, as Thoreau put it:

Let us settle ourselves, and work and wedge our feet downward through the mud and slush of opinion, and prejudice, and tradition, and delusion, and appearance, that alluvion which covers the globe… through church and state, through poetry and philosophy and religion, till we come to a hard bottom and rocks in place, which we can call reality, and say, This is, and no mistake; and then begin…

In other words, let’s cut the crap and figure out what’s real. The cogito does exactly that, and it’s very simple. The question is: What do you know?

The answer is: I Am.

All other so-called facts are really non-facts and belong in the category of consensual reality and relative truth, i.e., unreal reality and untrue truth.

Cogito Ergo Sum

Cogito ergo sum is the equation that proves the fact. But first, before we go on, let’s ask what else we know. What else can be said for certain?
Nothing. We don’t know anything else. And that’s the real point of the cogito. The importance of I Am isn’t that it’s a fact, but that it’s the only fact.
I Am is the only thing anyone has ever known or will ever know. Everything else, all religion and philosophy and science, is nothing more than dream interpretation. There is no other fact than I Am. The cogito is the seed of the thought that destroys the universe. Beyond the cogito, nothing is known. Beyond the cogito, nothing can be known. Except I Am, no one knows anything. No man or god can claim to know more. No God or array of gods can exist or be imagined that know more than this one thing: I Am.
We can’t avoid letting this topic drift briefly into the Christian realm. When Moses asked God His name, God answered, “I am that I am.” The name God gives for Himself is I Am.
Note that I Am is unconjugatible. It allows of no variation. God doesn’t say, “My name is I Am, but you can call me You Are, or He Is.” The cogito, the I Am equation, does not extend beyond one’s own subjective knowing. I can say I Am and know it as truth, but I can’t say you are, he is, she is, we are, they are, it is, etc. I know I exist and nothing else. Understood thusly, I Am, aka God, truly is the Alpha and the Omega; the entirety of being, of knowledge, of the known universe, of you.

The Line Is Drawn

The cogito is the line between fantasy and reality. On one side of the cogito is a universe of beliefs and ideas and theories. To cross the line is to leave all that behind. No theory, concept, belief, opinion or debate can have any possible basis in reality once the ramifications of the cogito have fully saturated the mind. No dialogue can take place across that line because nothing that makes sense on either side makes sense on the other.
We all think we know what the cogito means; this is an invitation to challenge that assumption. If professors of philosophy truly understood it, they wouldn’t be professors of philosophy. Alfred North Whitehead said that all philosophy is a footnote to Plato, but all philosophy, Plato included, is rendered obsolete and irrelevant by Descartes. Nothing but the subjective I Am is true, so what’s the point of prattling on?
The cogito isn’t a mere thought or an idea, it is an ego-eating virus that, properly incubated and nurtured, will eventually devour all illusion. Once we know the cogito, we can begin systematically unknowing everything we think we know, and unraveling the self we think we are.

Life is but a Dream

There is no such thing as objective reality. Two cannot be proven. Nothing can be shown to exist. Time and space, love and hate, good and evil, cause and effect, are all just ideas. Anyone who says they know anything is really saying they don’t know the only thing. The greatest religious and philosophical thoughts and ideas in the history of man contain no more truth than the bleating of sheep. The greatest books are no more authoritative than the greatest luncheon meats.
No one knows anything.

Disprove it for Yourself

Anyone wishing to deny these statements about the meaning of the cogito need merely prove that something, anything, is true. By all means, give it a try, dash your head upon it, but it can’t be done.
Cogito ergo sum, however, isn’t the endpoint of inquiry, it’s the starting point; it’s a tool that helps us see, without intermediaries, exactly what is true and what isn’t, and that puts it right up there with fire and the wheel.

About the Author: 
Jed McKenna is the author of Spiritual Enlightenment: The Damnedest Thing, Spiritually Incorrect Enlightenment, and Spiritual Warfare, published by Wisefool Press. Articles, books and more at our website: http://www.WisefoolPress.com

Fragen 7-49-06-019

15. Juni 2007 von Christiane Fichtner

Wo wollen wir hin? Was ist ein Blog?

Zum Blog:

http://kunst-blog.com/#current

http://www.taeglichdigital.de/wordpress/

http://www.homemade-labor.ch/weblog/

http://www.esepe.com/

http://www.thing-net.de/cms/index.php

http://www.netzeitung.de/internet/632510.html

http://kathrinscorner.blogh.de/

http://www.lyssas-lounge.de/peepshow/

http://www.rebelart.net/diary/?p=19

http://de.wikipedia.org/wiki/Weblog

Weblog
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Ein Weblog [ˈwɛblɒg], häufig abgekürzt als Blog [blɒg] (engl. Wortkreuzung aus Web und Log), ist ein digitales Journal. Es wird am Computer geschrieben und im World Wide Web veröffentlicht. Häufig ist ein Blog „endlos“, d. h. eine lange, umgekehrt chronologisch sortierte Liste von Einträgen, die in bestimmten Abständen umbrochen wird. Es handelt sich damit zwar um eine Website, die aber im Idealfall nur eine Inhaltsebene umfasst. Ein Blog ist ein für den Herausgeber („Blogger“) und seine Leser einfach zu handhabendes Medium zur Darstellung von Aspekten des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern dem Internetforum sehr ähnlich.
Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als bloggen bezeichnet. Blog und bloggen sind offizielle Begriffe und im Duden eingetragen.

Fundstück 7-49-04+06-038

13. Juni 2007 von Christiane Fichtner

mobile_kiste.jpg

Was könnte eine kleine Wohneinheit in Galan sein?

m-house.jpg
http://www.m-house.org/

Versionen von mobilen Kisten, Konzepte von Fertighäusern, minimale Wohnfläche, kombinierbare Elemente.

Fundstück 7-49-04-037

11. Juni 2007 von Christiane Fichtner

Die Metapher, Brücke über den Abgrund zwischen den inneren und unsichtbaren Geistestätigkeiten und der Erscheinungswelt, war gewiß die größte Gabe der Sprache an das Denken und damit an die Philosophie, doch die Metapher an sich hat ihren Ursprung in der Dichtung und nicht in der Philosophie. Daher überrascht es kaum, dass Dichter und Schriftsteller, die mehr der Poesie als der Philosophie zuneigten, ihre wesentliche Funktion erkannt haben. So liest man in einem wenig bekannten Essay von Ernest Fenollosa, der von Ezra Pound veröffentlicht und meines Wissens in der Literatur über die Metapher nie erwähnt wurde: Die Metapher ist … die Grundsubstanz der Poesie; ohne sie gäbe es keine Brücke zwischen der niederen Wahrheit des Gesehenen und der höheren Wahrheit des Nichtgesehenen.

Denken und Sprache in Hannah Arendt, Denken ohne Geländer, Piper 2006

Fundstück 7-49-04-036

9. Juni 2007 von Christiane Fichtner

Vollzieht sich Geschichte in Geschichten? Eine damit zusammenhängende Frage ist, ob sich Erfahrungs- und Handlungszusammenhänge schon im Leben selbst narrativ strukturieren oder ob die Ordnung des Narrativen bloß eine Konstruktion ist, die dem an sich unstrukturierten Leben nachträglich hinzugefügt wird.

Die Grundthese von W. Schapp ist die, dass der Mensch ein Wesen ist, das in allen seinen Handlungs- und Wahrnehmungsvollzügen in Geschichten verstrickt ist. Der Mensch ist demnach nicht das Subjekt seiner Sinnentwürfe, sondern erhält seine Identität erst in und mit den Geschichten, in die er verstrickt ist und die zudem das grundlegende Medium sind, in dem ihm überhaupt Sinnhaftes zugänglich ist.

Narrativität, Metzler Philosophie Lexikon, S. 387, Stuttgart/Weimar 1999

Fundstück 7-49-04-035

8. Juni 2007 von Christiane Fichtner

Unsere Identität ist das, wodurch wir zu bestimmen vermögen, was für uns und unsere Lebensführung wichtig ist. Was die Identität einer einzelnen Person ausmacht, ist wesentlich durch die Art und Weise definiert, in der ihr die Dinge bedeutsam erscheinen. Konstitutiv für personale Identität ist ein eigenes Selbstverständnis (bzw. eine Selbstdeutung). Die Selbstdefinition einer individuellen Person (als Antwort auf die Frage: Wer bin ich?) erhält ihren ursprünglichen Sinn erst im Austausch mit anderen. Es ist nie möglich, ein Selbst zu beschreiben, ohne auf diejenigen Bezug zu nehmen, die die Umwelt dieses Selbst bilden.

Personale Identität, Metzler Philosophie Lexikon, S. 250, Stuttgart/Weimar 1999

Fragen / Fundstück 7-49-02+06-018

5. Juni 2007 von Christiane Fichtner

mobil_immobilie.jpg

Kann man unmittelbar sein?

Fragen 7-49-06-017

4. Juni 2007 von Christiane Fichtner

Wenn die Autobiografie eher etwas Konstruiertes und Inszeniertes als etwas Gegebenes ist, steht sie dann dem Fiktionalen näher als dem Faktischen?

Wird eine Autobiografie jemals vollständig sein?

Fragen 7-49-06-016

3. Juni 2007 von Christiane Fichtner

Gibt es Entschuldigungen für Gewohnheiten?

Fundstück 7-48-02+06-034

1. Juni 2007 von Christiane Fichtner

container_betondach.jpg

Was ist die Funktion der Metapher?

Fundstück 7-48-02+06-033

31. Mai 2007 von Christiane Fichtner

mobilchalet.jpg

Sind Sie Realist?

Fundstück 7-48-02+04-032

27. Mai 2007 von Christiane Fichtner

baumhaus_1.jpg

Doch wir sind nicht nur im Raum, wir sind auch in der Zeit, wir erinnern, wir sammeln und holen wieder aus dem “Buch des Gedächtnisses” (Augustinus), was nicht mehr gegenwärtig ist, wir denken voraus und planen in der Weise des Wollens, was noch nicht ist.

Hannah Arendt, Denken ohne Geländer, Piper 2006